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T3 Code: Eine Steuerzentrale für all deine Coding Agents

Ich entwickle fast nur in VS Code mit Claude Code und Codex. Das Problem: Die beiden Agents laufen in getrennten Oberflächen, und den Überblick über parallele Arbeit verliere ich schnell. T3 Code ist ein Open-Source-Versuch, genau das zusammenzuführen. Hier ist, was es kann und wo es noch hakt.

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Wenn du mit Claude Code und Codex arbeitest, kennst du das Problem vielleicht: Jeder Agent hat seine eigene Oberfläche, und wenn du mehrere gleichzeitig an einem Projekt laufen lässt, wird es schnell unübersichtlich. Ich entwickle seit Jahren in VS Code, und dort bleibe ich auch. Aber für die Arbeit mit mehreren Agents fehlt mir dort eine gemeinsame Übersicht. T3 Code ist ein Versuch, genau diese Lücke zu schließen.

In diesem Artikel erkläre ich, was T3 Code ist, wie ich es ausprobiert habe und wo es aktuell noch Grenzen hat.

Mein bisheriges Setup und wo es hakt

In VS Code nutze ich Claude und Codex über die jeweiligen Extensions. Beide funktionieren für sich gut, aber sie sind voneinander getrennt. Wenn ich mitten in einer Unterhaltung von Claude zu Codex wechseln will, muss ich den Kontext bisher manuell übergeben.

Auch die Übersicht über parallel laufende Agents ist in meinem Setup nur eingeschränkt verfügbar. Und der integrierte Browser in VS Code zeigt zwar meine App, aber ich kann darin nicht schnell ein Element markieren und dem Agent direkt eine Änderung dazu schreiben.

Die Desktop-Apps von Claude und Codex bieten einige dieser Funktionen. Mir fehlt dort aber die Übersicht über große Projekte, die ich in VS Code schätze. Terminal-Lösungen habe ich mir ebenfalls angeschaut. Ich bin aber kein großer Fan davon und arbeite lieber in einer grafischen Oberfläche.

Was ist T3 Code?

T3 Code beschreibt sich selbst als Steuerzentrale für Coding Agents. Es ist kein eigenes Sprachmodell und kein eigener Agent. Stattdessen startest du in T3 Code die Agents, die du schon nutzt, und arbeitest mit ihnen in einer gemeinsamen Oberfläche.

In der aktuellen Stable-Version (v0.0.45) sind unter anderem Codex, Claude Code, Cursor, Grok Build, OpenCode und Antigravity dokumentiert. GitHub Copilot ist in der Stable-Version nicht aufgeführt. In der Nightly-Version kommt es über die ACP Registry hinzu. Welche Agents du nutzen kannst, hängt also von der Version und vom jeweiligen Anbieter ab.

Die Oberfläche gibt es als Desktop-App, als Web-App und als Mobile-Apps für iOS und Android. Das Projekt steht unter der MIT-Lizenz und ist kostenlos.

Beim Thema Claude gibt es eine Frage, die viele stellen: Ist das erlaubt? T3 Code bindet das offizielle Claude-Agent-SDK ein und startet darüber Claude Code. Du meldest dich also mit deiner Claude-Code-Anmeldung an und nutzt nicht deine Abo-Zugangsdaten in einem fremden Programm. Die Nutzungslimits deines Abos gelten trotzdem weiter. Die aktuellen Regeln findest du in den Rechtlichen Hinweisen von Anthropic.

Installation und Einrichtung

T3 Code gibt es als Desktop-App und als Web-Version. Welche Schritte nötig sind, hängt davon ab, welche Agents du anbinden willst. Die aktuelle Anleitung findest du im GitHub-Repository. Ob du einen Agent über deine bestehende Installation oder über eine von T3 Code eingerichtete Runtime nutzt, unterscheidet sich je nach Provider.

Mehrere Agents und Threads parallel

Der Kern von T3 Code ist die Arbeit mit mehreren Threads. Du startest zum Beispiel einen Thread mit Claude und einen mit Codex im selben Projekt. In der Übersicht siehst du, welcher Agent gerade arbeitet und welcher auf deine Freigabe wartet.

Dabei hilft der Permission Mode. Für jeden Thread stellst du ein, wie viel der Agent selbst entscheiden darf. Mein Tipp für den Einstieg: Stell auf Supervised, damit du jede Aktion bestätigst. Erst wenn du den Agent und seine Gewohnheiten kennst, lohnt sich Auto oder Full access.

Source Control und Pull Requests

Über die integrierte Source Control prüfst du Änderungen, committest, pushst und erstellst Pull Requests direkt aus T3 Code heraus. Die Anbindung an GitHub funktioniert über ein gespeichertes Token oder über die gh-CLI. Ich empfehle, den Ablauf einmal in einem Testprojekt durchzuspielen, bevor du ihn für echte Projekte nutzt.

Remote-Zugriff vom Handy

Mit T3 Connect oder einem QR-Code-Pairing steuerst du Agents auch vom Handy aus. Wichtig dabei: Die Agents laufen weiterhin auf deinem Rechner. Ist der Rechner ausgeschaltet oder schläft, arbeitet auch nichts weiter. Für das direkte Pairing braucht es außerdem einen erreichbaren Netzwerkweg, zum Beispiel dein lokales Netz oder ein VPN wie Tailscale.

Mein Fork

T3 Code ist Open Source, und die Entwickler sagen ausdrücklich, dass du das Projekt forken und an deine Bedürfnisse anpassen darfst. Externe Beiträge nehmen sie nur begrenzt an, vor allem bei größeren Features. Deshalb habe ich einen eigenen Fork angelegt und passe dort an, was mir fehlt.

Wenn du selbst einen Fork baust, brauchst du für die Entwicklung das Tool Vite+ (Befehl vp) und Node.js 24. Änderungen aus dem Original übernimmst du danach selbst.

Mein Fazit: Für wen lohnt sich T3 Code?

T3 Code lohnt sich, wenn du mehrere Coding Agents parallel nutzt und einen besseren Überblick brauchst. Auch wer die Entwicklung mitgestalten oder eine eigene Variante bauen möchte, findet hier einen guten Startpunkt.

Gleichzeitig ist das Projekt noch jung. Je nach Version gibt es Bugs, und einige Funktionen sind nur in der Nightly-Version verfügbar. Für produktive Arbeit solltest du die Version bewusst wählen und dich auf Änderungen einstellen.

Und ein Punkt bleibt, egal welches Tool du nutzt: Wenn du mehrere Agents einsetzt, wird die Frage wichtig, wie du sicherstellst, dass sie verlässlich am Projekt arbeiten. Dafür habe ich den AI Engineering Blueprint geschrieben. Er zeigt einen festen, prüfbaren Ablauf für Coding Agents, unabhängig davon, welches Tool du nutzt. (Werbung in eigener Sache.)

Häufige Fragen

Was ist T3 Code?

T3 Code ist eine Open-Source-Oberfläche, mit der du verschiedene Coding Agents steuerst, zum Beispiel Claude Code, Codex, Cursor, Grok Build, OpenCode und Antigravity. T3 Code ist kein eigenes Modell und kein eigener Agent. Es ersetzt also nicht Claude Code oder Codex, sondern bündelt sie.

Kostet T3 Code etwas?

T3 Code selbst ist kostenlos und unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Für die Coding Agents gelten weiterhin deren Zugänge, Abos, Limits und Kosten. Ob du Claude Code mit deinem Abo oder über API nutzt, entscheidet der jeweilige Anbieter.

Welche Permission Modes gibt es in T3 Code?

Du kannst pro Thread zwischen Supervised, Auto-accept edits, Auto und Full access wählen. Der Standard für neue Threads ist Full access. Für den Einstieg empfehle ich Supervised, weil du dann jede Aktion des Agents selbst freigibst.

Kann ich T3 Code vom Handy aus nutzen?

Ja, über die Mobile-Apps, T3 Connect oder ein QR-Code-Pairing. Die Agents laufen dabei aber nicht auf dem Handy, sondern auf dem Rechner, der als Host dient. Dieser Rechner muss eingeschaltet und erreichbar sein.

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